Information zum Fragebogen "zur Zufriedenheit der KiTa Platzvergabe"

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26 Fragebögen wurden ausgewertet. Die Auswertung ist eindeutig: Es klappt nicht gut bei der Versorgung mit Kindergartenplätzen im Ganztagsbereich!
Daraus resultieren folgende Anfragen an die Verwaltung ...

Zentrale Aussagen und Anfragen an die Verwaltung in Anlehnung an die Befragung: “zur Zufriedenheit der KiTa Platzvergabe“

26 Fragebögen wurden ausgewertet. Davon haben 5 Eltern ein Kind in der Krippe, 15 im Kindergarten und 4 im Hort angemeldet. Ein deutlicher Schwerpunkt der Eltern wohnt mit 23 der 26 Befragten in Völksen.

Die Auswertung ist eindeutig: Es klappt nicht gut bei der Versorgung mit Kindergartenplätzen im Ganztagsbereich, also über den gesetzlichen Anspruch von 4 Std. pro Tag hinaus. Und hier wird deutlich: Eltern, die einmal eine Betreuung für Ihre Kinder über 4 Std. pro Tag hinaus haben, wünschen sich dies in Zukunft und somit in Folgeeinrichtungen auch. Daher auch der zusätzliche Bedarf an Hortplätzen, den 4 Eltern angegeben haben. Besucht ein Kind zunächst einen Ganztagskrippenplatz und in Folge einen Ganztagskindergartenplatz, so wird in der Regel eine Hortbetreuung gewünscht und aufgrund der doppelten Berufstätigkeit (bzw. bei AlleinerziehehendeN_ AlleinverdienerIn) ALLER befragten Eltern dringend benötigt.

Das Vergabeverfahren der Stadt mit der endgültigen Platzzuweisung in der ersten Jahreshälfte sorgt bei Eltern für Unsicherheit bis hin zu Existenzangst, wenn ein Halbtagsplatz zugesagt und mehr Betreuung benötigt wird. Dies betrifft 11 Eltern, davon kommen 10 aus Völksen. Bei den Betroffenen fehlen zwischen 1 und 4,5 Std. Betreuung täglich.

Fraglich, ob dies durch die geforderten Sharingplätze kompensiert werden kann? Oder bringt der Ansatz, in jedem Jahr den Bedarf an einer Betreuung über den gesetzlichen Anspruch hinaus, zu überprüfen das Verhältnis von Angebot und Nachfrage in ein besseres Gleichgewicht? Scheinbar fehlen in Springe gesamt und in Völksen speziell neben mehr Krippenplätzen auch in einer weiteren Kindergartengruppe eine Betreuung in den Nachmittag hinein. Wie geht es dann für die Familien weiter, wenn das Kind in die Schule kommt? Hierüber machen sich die Eltern Gedanken. Hortplätze sind in Völksen gefragt, das Angebot scheint die Nachfrage nicht abzudecken und die Kompensation über die Ferienbetreuung für Schulkinder (die sonst max. bis 15.00 Uhr in der Ganztagsschule betreut werden) reicht nicht.

Fest steht, das bestehende Vergabesystem mit der zentralen Onlineanmeldung hat an mind. zwei Stellen Nachbesserungsbedarf: Es sollte eine Priorisierung geben, ob die Reihenfolge der Wunscheinrichtungen den Eltern am Wichtigsten ist, oder der Umfang der Betreuungszeit. Nebenabsprache zur Platzvergabe gibt es nicht mehr.

Daraus resultieren folgende Anfragen an die Verwaltung:

  • Ist eine Überarbeitung der zentralen Onlineanmeldung mit der Option der Priorisierung zwischen Einrichtungswunsch und Betreuungsumfang möglich?
  • Was und in welcher Art und Weise ist aus Sicht der Verwaltung an der Vergabepraxis der Kinderbetreuungsplätze zu ändern? (Stichworte: Übergänge von Krippe in KiGa und weiter in Hort, Geschwisterkinder, Sozialraumbezug, …)
  • Bei einer Kinderbetreuung im Kindergarten über den gesetzlichen Anspruch hinaus: Ist für die Betreuung in den Nachmittag ein Platzsharing in der zweiten Tageshälfte möglich, versuchsweise in Völksen?
  • Wie bewerten Sie den Hinweis, dass eine Ausdehnung der Betreuungszeiten bei einer weiteren Kindergartengruppe in Völksen, eine deutliche Entlastung der Eltern stattfindet? Ist dies zum Sommer 2018 umzusetzen? Wenn nein, bitte um Begründung.
  • Werden Plätze für eine inklusive Betreuung das gesamte Jahr freigehalten, obwohl zum Kindergartenjahrbeginn keine Anmeldungen vorliegen? Wenn Ja, ist dies zu ändern?
  • Wie kann eine Betreuung von Kindern mit besonderem Förderbedarf dort stattfinden, wo sie benötigt wird? Also in der Wunscheinrichtung der Eltern. 
  • Wie gestaltet sich der Wunsch nach Hortbetreuung und dem tatsächlichem Angebot vor Ort? Bitte nach Grundschulen aufteilen. Wo und in welchem Umfang ist mit einer Angebotserweiterung nachzusteuern?
  • Bitte erklären Sie uns das Prinzip der Schulkinderbetreuung in den Räumen der Grundschule am Beispiel Völksen. Wie viele Kinder nutzen welche Betreuungsform, wie werden die Gruppen für die Kinderbetreuung gebildet, durch welche Träger werden die Kinder in welcher Betreuungsform betreut, also die Frage der Abgrenzung von schulischer Ganztagsbetreuung und nachschulischer Betreuung bzw. Hortbetreuung.
  • Wie beurteilen Sie die Situation der Kinderbetreuung an Grundschulen? Wie schätzen sie den Bedarf in drei Jahren ein?

 
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1 Kommentar zu Information zum Fragebogen "zur Zufriedenheit der KiTa Platzvergabe"

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Brückner Kerstin

am um 10:52 Uhr

 

Die Fragen an die Verwaltung sind gerechtfertigt. Da ich aus dem Hortbereich komme habe ich mir auch oft die Frage gestellt wie geht es für Eltern und Kinder nach der Kitazeit weiter. Viele Eltern denken noch nicht so weit im vorraus was danach kommt. Ein Problem der Hortgruppen in der Region Springe ist das sie in den Ganztagsschulen integriert sind. Dieses erschwert die pädagogische Arbeit der qualifizierten Mitarbeiter sehr. Räumlichkeiten müssen sich zum Teil geteilt werden mit päd. Hilfskräften, der pädagogische Ansatz unterscheidet sich stark von den päd. Aufträgen des Arbeitgebers der Horterzieher. Dadurch das sie bis ca. 15.00 Uhr an den Ganztag verliehen sind gelten bis dahin die Regeln der Schule, danach die Vorgaben des Trägers der Horte. Dieses beeinflusst extrem die qualifizierte professionelle Arbeit der Erzieher. Eltern und Kinder sind unzufrieden mit der Massenaufbewahrung im Ganztag und wertschätzen die pädagogische Arbeit im Hort sehr. Vielleicht sollte der Staat das abschaffen von Hortgruppen noch eimal überdenken, da gerade in der heutigen Zeit eine professionele Betreuung sehr wichtig ist und die Kinder von heute immer spezieller werden. Ganztagsschulen, Personal und der pädagogische Ansatz sind noch lange nicht den Bedürfnissen von Eltern und Kindern angepasst. Es kann auch nicht sein das man an der VHS Kurse beleget, Schulunterricht vertreten darf und bei der Kinderbetreuung schon mehr wertgeschätzt wird als der ausgebildete Erzieher. Wozu soll man dann noch eine lange Ausbildung machen? Im Kindergarten werden die Auflagen der immer verschärfter aber im Schulkinderbereich ist egal wer die Kinder betreut? Gerade auch in der Schule ist ein professionelle Betreuung wichtig um die Kinder gut zu begleiten und zu fördern. Der Schuldruck wird immer grösser, Ausgrenzungen oder Mobbing sind an der Tagesordnung. Selbst das Familienleben hat sich verändert und muss von den Erziehern aufgefangen werden. Soviel zu dem Thema: Kinder sind unsere Zukunft. Falls eine Großkita kommen soll, dann nehmt doch einen Teil vom Krankenhaus. Parkplätze und Aussengelände sind uch schon vorhanden sowie eine Bushaltestelle. Ebenso steht das alte Kitagrundstück in Eldagsen in der Wallstrasse noch leer. Mit freundlichem Gruss Kerstin B.


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