Emotional verständlich - aber wenig in die Zukunft gerichtet

 
 

Keiner freute sich über die Schließung des Krankenhauses. Der Protest hat damals nichts genützt. Die Notfallambulanz war ein Versuch, noch das schlimmste aufzufangen. Aber sie wurde nicht so angenommen, wie wir es uns gewünscht haben. Dementsprechend war bereits bei der Verlängerung um ein Jahr mit einer Schließung zu rechen, sofern sich die Inanspruchnahme nicht deutlich ändert. Dies wird nun zum Jahresende der Fall sein. Damit muss ich das Scheitern dieses Konzeptes anerkennen.

 

Aber ich wollte zu dieser Zeit lieber etwas ausprobieren, als nur die Schließung hinzunehmen. Und ich würde jederzeit wieder so handeln.

Daher nützen auch keine Schuldzuweisungen. Und es geht auch gar nicht darum unseren Bürgermeister den Schwarzen Peter zu geben. Wir kannten alle den Zeitdruck, den ich auch verschiedentlich kommuniziert hatte. Jetzt geht es einfach darum, dass wir gemeinsam den absehbaren Ärztemangel in Springe abwenden und eine dauerhafte sowie gut ausgebaute medizinische (Notfall)Versorgung in Springe sicherstellen. Dies sind wir dem Bürger schuldig und so sollten wir alle gemeinsam handeln.

In diesem Kontext helfen aktuell auch keine Nebenkriegsschauplätze. Sicherlich haben wir stadtplanerisch ein Interesse an der Nachnutzung des Krankenhauses. Aber sollte dies derzeit im Fokus stehen. Aus meiner Sicht - Nein. Zumal vorliegende Ideen sind auch durchaus kritisch zu sehen sind: Der Verkauf des Krankenhauses für 1 Euro wäre rechtlich mehr als bedenklich. Ein Tagungshotel hätte sicherlich Charme, aber das Beherbungsgewerbe hat trotz einer verbesserten Zimmerauslastung (2016: 68% im ländlichen Raum) nach wir vor deutliche Ertragsprobleme. Selbst wenn man nur von 30 Zimmern und einer durchschnittlichen Zimmerauslastung von 60% ausgeht, würde dies bedeuten, dass das Hotel im Durchschnitt täglich 28 Gäste haben müssten. Ist dies realistisch? Ich habe da gewisse Zweifel (auch in Bezug auf die Wirtschaftlichkeit), aber letztlich interessiert es mich derzeit nicht.

Mich interessiert aktuell nur, dass wir für Springe eine gute medizinische Versorgungslösung aufbauen können. Daher werde ich - wie bereits der Fall ist - auch weiterhin Christian Springfeld bei der Führung seiner bereits laufenden konstruktiven Gespräche unterstützen. Und ich glaube, dass dies auch für Frau Kohlenberg sagen kann.

 

 


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