Verwaltungsaußenstellen - Die Bürgerferne des Bürgermeisters

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Bürgermeister schreibt bei Facebook gerne, dass er sich immer für den Menschen entscheidet. Aber ist dies wirklich so? Nimmt man das Beispiel der Verwaltungsaußenstellen, dann ist dies definitiv nicht der Fall. Hier will sich die Verwaltung über alle Ortsräte hinwegsetzen. Die Zielsetzung ist für mich eindeutig: Ob nun Aufrechterhaltung, Abholung oder Bürgerkoffer - nicht davon soll nachhaltig für den Bürger umgesetzt werden.

 

Die Verwaltungsaußenstellen sollen einfach dicht gemacht werden. Dies ist genau die Vorgehensweise, die er der Region immer - teilweise zu recht - vorwirft. Aber hier geht es nicht um die Region - hier geht es um Springer Bürger, die nicht in der Kernstadt wohnen. Im Hinblick auf diese sind die Ausführungen von Herrn Springfeld in meiner Wahrnehmung einfach nur Heuchelei. Besser wäre es, wenn eine gemeinsame Lösung gefunden werden würde. Dafür hatte Herr Springefeld den Auftrag der Ortsbürgermeister mit Verwaltungsaußenstelle im Dezember 2017 erhalten. Das verlangte Konzept hat er in 12 Monaten nicht hinbekommen. Stattdessen kam eine lediglich seine Meinung wiedergebende Zusammenfassung des Gespräches. Dies ist mehr als dürftig - denn so nimmt man niemand mit.

Wie dem auch sei. Schließt die Stadtverwaltung trotz der Voten der Ortsräte die Verwaltungsaußenstellen, werde ich mit meinem Ortrsat über eine Überprüfung durch das Verwaltungsgericht diskutieren und diese im Zweifel auch anstrengen.

 

 

1 Kommentar zu Verwaltungsaußenstellen - Die Bürgerferne des Bürgermeisters

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Heinz Bähre

am um 14:19 Uhr

 

Kirchturmspolitik und billiger Populismus

Verwaltungsaußenstellen, ein Relikt der Gebietsreform aus dem Jahr 1974. Kein Firmenchef aus der hochgelobten sog. „freien Wirtschaft“ würde einen derartigen Anachronismus nach 45 Jahren noch beibehalten wollen.

Eine Kommunalverwaltung funktioniert, wenn man sie denn ordentlich ausstattet und arbeiten lässt. Aber in Springe gehen die Uhren richtig falsch. Nach 45 Jahren hat es immer noch niemand geschafft, die Außenstellen in den Dörfern abzuschaffen. Anfänge in einigen Stadtteilen hat es gegeben, aber andernorts gibt es sie noch. Alle 10 Jahre benötigen wir ein „Mitgliedsausweis der Bundesrepublik“, gennant Perso. Brauchen wir dafür wirklich die Außenstellen? Viele andere Dinge gehen eh' nicht vor Ort oder aus dem Verwaltungskoffer. Und Personal und Geld für derartige reisende Verwaltungsleute ist auch nicht vorhanden.

Wir brauchen ein ordentliches Bürgerbüro. Zuziehen von außerhalb, einmal in die Verwaltung gehen. An einem Schreibtisch Platz nehmen; die Ummeldungen der Familie erledigen, gleich den Hund zur Hundesteuer anmelden, vll. den eigenen Gewerbebetrieb anmelden und eigenes Auto und Moped des Sohnes ebenfalls ummelden. Auch andere Dinge könnten das Angebot des Bürgerbüros ergänzen. Alles aus einer Hand, einmal Platz nehmen und ohne im Rathaus von Tür zu Tür zu laufen zu müssen mit jeweils neuer Wartezeit draußen auf dem Flur.

Aber dazu müssten wir erst einmal ein ordentliches Rathaus haben. Ebenerdig, zugänglich für Kinderwagen, Personen mit Rollatoren oder Rollstühlen. Das ist im derzeitigen Rathaus mit seinem alten Baubestand nicht möglich. In den in der Kenstadt verteilten Nebenstellen (Bauamt, Standesamt usw.) ist es mit der Zugänglichkeit und dem Service „aus einer Hand“ noch schlimmer. Hier müsste also nach Jahren des Nachdenkens endlich Geld in die Hand genommen werden um den Anachronismus aus dem Jahre 1974 zu beenden.

Herr Ortsvereinsvorsitzender, was sie hier machen ist billiger Populismus für die kleinen Stadtteile. Aber sie sind halt im Nebenamt ein kleiner Obgm eine kleinen Ortsteiles und damit auf Stimmenfang. Als Ratsherr im Stadtrat müssten sie aber endlich mal das große Gesamte im Auge haben.


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