Die Postfaktische Zeit ist in Springjavascript:void(0);e angekommen

 
 

Ich habe nur darauf gewartet, bis das Wort des Jahres "Postfaktisch (Meine Übersetzung: Realitätsfrei)" in Springe ankommt. Heute war es dann soweit. Ich musste lesen "Springe ist Pleite. Das ist Fakt.". Eine harte Aussage und absolut postfaktisch bzw. realitätsfrei. Und dies aus mehreren Gründen:

 

  1. Rechtlich können Kommunen bislang streng genommen nicht Pleite bzw. in die Insolvenz gehen.
  2. Bei einer Insolvenz in der privatwirtschaftlichen Definition müsste eines von zwei wirtschaftlichen Kriterien erfüllt sein:
    1. Springe müsste Zahlungsunfähig sein oder kurz davor stehen. Dies bedeutet, Springe könnte keine Gehälter, Rechnungen etc. zahlen. Liegt dieses Kriterium vor. Nein, dies ist noch nicht einmal im Ansatz zu erkennen.
    2. Springe müsste überschuldet sein. Dies bedeutet, die Schulden müssten deutlich höher sein als die Vermögensgegenstände (Gebäude, Straßen, Bäume etc.). Auch dies ist nicht im Ansatz der Fall.

Ist Springe also Pleite. Eindeutige Antwort: NEIN. Springe hat zwar einen angespannten Haushalt, mit dem Verwaltung und Rat - wie in den letzten Jahren immer - verantwortungsvoll umgehen müssen. Aber von einer Pleite ist Springe Lichtjahre entfernt.

Diese Meldung oder Formulierung ist aus meiner Sicht lediglich ein absolut verantwortungloser Unfug, der fehlenden wirtschaftlichen Sachverstand zeigt und sogar in der Außendarstellung für Springe schädlch ist. Bei allen Verständniss für manche Überspitzung, die die Presse nutzt, um Sachverhalte zu verdeutlichen, hat diese Formulierung aber eindeutig ihr Ziel verfehlt.

Eberhard Brezski

 

 

 

 


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